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Moosburg macht kommunale KI konkret

Autorenbild: herbertwagger
herbertwagger
vor 11 Minuten
3 Min. Lesezeit
v.l.n.r. Herbert Wagger INTRANET GmbH, Norbert Pichler Amtsleiter, Ursula Madritsch Gemeinde-Service, Bgm. Herbert Gaggl
v.l.n.r. Herbert Wagger INTRANET GmbH, Norbert Pichler Amtsleiter, Ursula Madritsch Gemeinde-Service, Bgm. Herbert Gaggl

GemeindeGPT verbindet digitalen Bürgerservice, Verwaltungswissen und Finanzanalyse


Presseaussendung der Gemeinde Moosburg vom 18.09.2026


Die Marktgemeinde Moosburg geht bei der Digitalisierung der kommunalen Verwaltung neue Wege. Gemeinsam mit der INTRANET Software & Consulting GmbH aus Krumpendorf entwickelt sie unter dem Namen „GemeindeGPT“ eine speziell auf Gemeinden zugeschnittene KI-Lösung. Erste Anwendungen für den Bürgerservice, das interne Verwaltungswissen und die Analyse von Finanzdaten sind bereits umgesetzt und werden schrittweise weiterentwickelt.

Was vielerorts noch diskutiert wird, wird in Moosburg bereits praktisch erprobt: Künstliche Intelligenz soll Informationen leichter zugänglich machen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verwaltungsalltag unterstützen und Daten schneller auswertbar machen.

Dabei steht nicht ein allgemeiner Chatbot im Mittelpunkt, sondern eine kommunale KI-Plattform, die unterschiedliche Anwendungsbereiche auf einer gemeinsamen technischen Grundlage verbindet.


Digitaler Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger

Auf der Website der Marktgemeinde unterstützt ein digitaler Assistent Bürgerinnen und Bürger bei der Suche nach Informationen. Fragen können in natürlicher Sprache gestellt werden. Das System greift auf die freigegebenen Inhalte der Gemeinde zurück und bereitet die relevanten Informationen verständlich auf.

Damit wird die klassische Gemeinde-Homepage zu einem interaktiven Informationsangebot. Anstatt zahlreiche Unterseiten durchsuchen zu müssen, können Nutzerinnen und Nutzer direkt nach den benötigten Informationen fragen.


Gemeindewissen gezielt nutzbar machen

Ein zweiter Schwerpunkt ist das interne Wissensmanagement. In einem geschützten Bereich können berechtigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Rechtstexte, Erläuterungen, Protokolle, Dokumentationen und weitere gemeindeinterne Wissensbestände zugreifen.

Fragen werden dabei nicht nur allgemein beantwortet. Das System soll die passenden Inhalte aus den hinterlegten Unterlagen finden und die zugrunde liegenden Quellen nachvollziehbar ausweisen.

Gerade in einer Gemeindeverwaltung, in der täglich mit zahlreichen Dokumenten, rechtlichen Vorgaben und früheren Entscheidungen gearbeitet wird, kann dies die Informationssuche erheblich erleichtern. Gleichzeitig bleibt die fachliche Beurteilung und Entscheidung weiterhin bei den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.


Finanzdaten schneller analysieren

Das dritte Anwendungsfeld ist die KI-gestützte kommunale Finanzanalyse. Dafür können Datenexporte aus bestehenden Buchhaltungs- und Verwaltungssystemen strukturiert ausgewertet und verständlich aufbereitet werden.

So lassen sich finanzielle Entwicklungen, Abweichungen und Zusammenhänge schneller erkennen. Perspektivisch können daraus auch projektspezifische Auswertungen und vorbereitende Berichte – beispielsweise für Kontrollausschüsse – entstehen.

Die künstliche Intelligenz ersetzt dabei weder die Finanzverwaltung noch die politische Verantwortung. Sie dient als zusätzliches Werkzeug, um umfangreiche Datenbestände effizienter auszuwerten und Entscheidungsgrundlagen besser aufzubereiten.


Bürgermeister Herbert Gaggl: „Den konkreten Nutzen in den Mittelpunkt stellen“

„Wir wollen die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz dort einsetzen, wo sie für unsere Bürgerinnen und Bürger und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen konkreten Nutzen bringt. Moosburg wartet bei der Digitalisierung nicht ab, sondern gestaltet sie aktiv mit“, erklärt Bürgermeister Herbert Gaggl.

Amtsleiter Norbert Pichler ergänzt: „Entscheidend ist, dass die Anwendungen zu den tatsächlichen Aufgaben einer Gemeinde passen. Wir beginnen mit klar abgegrenzten Praxisbeispielen, sammeln Erfahrungen und entwickeln die Lösung gemeinsam mit den Anwenderinnen und Anwendern Schritt für Schritt weiter.“


Überregionales Interesse an den Moosburger Praxisbeispielen

Die von Moosburg initiierten Anwendungen wurden kürzlich auch bei einem Treffen des Vereins Zukunftsorte in Kleinzell präsentiert. Vertreterinnen und Vertreter von 13 der 15 Mitgliedsgemeinden nahmen daran teil. Die konkreten Praxisbeispiele aus Bürgerservice, Wissensmanagement und kommunaler Finanzanalyse stießen dabei auf großes Interesse.

Moosburg zeigt damit, dass innovative Verwaltungsanwendungen nicht nur in großen Städten entstehen müssen. Auch Gemeinden können neue Technologien verantwortungsvoll einsetzen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die sich an den konkreten Anforderungen der kommunalen Praxis orientieren.


Regionale Entwicklung auf einer praxiserprobten Plattform

GemeindeGPT wird gemeinsam mit der INTRANET Software & Consulting GmbH aus Krumpendorf auf Basis der Bubble AI Platform entwickelt. Die technologische Grundlage wird bereits seit 2024 im Umfeld der öffentlichen Verwaltung eingesetzt und ist auf geschützte Wissensräume, nachvollziehbare Quellen, unterschiedliche Benutzerrechte sowie einen schrittweisen Ausbau zu weiteren Verwaltungsprozessen ausgerichtet.

Mit GemeindeGPT versteht Moosburg künstliche Intelligenz nicht als kurzfristiges Einzelprojekt, sondern als langfristig ausbaubare Grundlage für eine moderne, serviceorientierte und handlungsfähige Gemeindeverwaltung.

 
 
 

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